
Ausgrabung aus dem Newsletter
HERZMUT, Januar 2026.
Ergänzt 19.1.26
In der vergangenen Jahresübergangszeit (Winter 2025-26) hat mir eine Freundin diesen Brief von Rilke gesendet, nachdem wir uns über Weiterentwicklung, Selbstfürsorge, Erfahrungen teilen und das Geduldig sein, vor allem mit sich selbst, unterhalten haben.
"Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist Austragen - und
dann Gebären...
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit...
Man muss Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein."
(Rainer Maria Rilke, aus den 'Briefen an einen jungen Dichter', 1903)
Ich habe oft Fragenstürme mit Ungelöstem im Herzen - so auch in diesen Rauhnächten - die mich in ihrer Intensität und Fülle manchmal fast lahmlegen.
Wie bringe ich Ordnung in diese chaotische Fülle?
Woher kriege ich all die Antworten darauf?
Wie gelingt mir das Stillwerden und Hinhören (Presencing) in dieser Intensität der Stürme?
Wie lebe ich die Fragen und entstehenden Antworten in meinem Alltag, in meinem Wirken in der Welt?
Und wie bin ich herzmutig, step by step besonders dann, wenn ich mich in wilden Schwellenübergängen wahrnehme?
Rilkes Worte begleiten mich. Ich übe mich im Leben der Fragen und im geduldigen Hineinleben in Antworten, die mir im Moment noch nicht zugänglich sind. Z.B. Unterwegs in einer Gehmeditation. Im Innehalten in einer Körperskulptur, die die Frage zum Ausdruck bringt und dem achtsamen Hineinbewegen in verkörperte Antworten (Social Presencing Theater). Oder mit neurographischem Zeichnen.
Eine Frage, die mich regelmässig besucht: Wen unterstützen meine Beiträge? Dazu ist im Dezember 2021 ein neurographisches Bild entstanden, welches mich bis heute begleitet, weil meine (potentiellen) Netzwerke, in welche ich hineinwirke, sichtbar wurden.

Welche Fragen besuchen dich regelmässig?
Wie lebst du in Antworten hinein?
Welches sind deine kreativen Möglichkeiten? Welche drei „Tools" sind für dich wirksam?
Ich wünsche dir herzmutiges Erkunden.
Ausgrabung aus meinem Newsletter
Gehtänzeln, März 2026.
Ausgrabung aus meinem Newsletter
ALLETAGEKÜNSTE, März 2024
Ausgrabungen aus den Newslettern
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AUFBRUCH, März 2023 und
TRAUMSPIELE, April 2023
Kolumne Liebe ist...,
veröffentlicht in reformiert.lokal, 09|2023
Ausgrabung aus meinem Newsletter
LUFTSPRÜNGE, Februar bis April 2025

Ausgrabung aus meinem Newsletter
AUSRICHTEN, September 2021.
Ergänzt 19.1.26

Ausgrabung aus dem Newsletter
HERZMUT, Januar 2026.
Ergänzt 19.1.26
Leseempfehlungen für Einsichten über die Entstehung eines neuen Welt-Ökosystem-Werte-Bewusstseins. Vertiefung zum Blogeintrag "Hören mit offenen Herzen“.
(1)
Ausgrabung aus meinen Newslettern
RELAX, Oktober bis Dezember 2024 und
ERHOLSAMES KREIEREN, April 2022.
Ergänzt 10.1.26
(1)
Ausgrabung aus meinem Newsletter
THE SAME DIFFERENT, Januar 2024.
Ergänzt und überarbeitet 31.12.25
Ausgrabung aus meinem Newsletter
LIEBÄUGELN, Mai 2023.
Ergänzt am 21.12.25
Ausgrabung aus meinem Newsletter
transFORMATiv WIRken, Dezember 2023.
Ergänzt 13.12.25
Ausgrabung aus meinem Newsletter
VERTRAUENSVOLLE UNGEWISSHEIT, Oktober 2022.
Ergänzt 12.12.25
(1)
Ausgrabung aus meinem Newsletter
LAUSCHEN, Februar 2024.
Ergänzt 6.12.25
"Das nächste Ich entfaltet sich nicht mehr in Abgrenzung zur Welt. Sondern in bewusster Koexistenz mit ihr." (Quelle: Das nächste Ich, von Christian Schuldt)
Aus einem Impuls heraus, der mich heute bereits zum wiederholten Mal berührt hat, starte ich auf meiner Website einen Blog. Was sich darin zeigen darf, ist noch ungewiss.